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Um das optimale Befestigungssystem für Ihr Projekt zu finden, müssen Sie sich zuerst mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

1. Auf welchem Untergrund soll befestigt werden?

2. Wo kann die Montage erfolgen?

3. Wie kann im Baustoff gebohrt werden?

4. Wie tief muss gebohrt werden?

5. Muss ich das Bohrloch reinigen?

6. Welche Montagearten gibt es?

7. Wie wirkt ein Dübel?

8. Welche Arten von Kunststoffdübel gibt es?

9. Benötige ich einen zugelassenen Dübel?

10. Weitere Tipps und Tricks

Um ihnen die Beantwortung der Fragen zu erleichtern, hilft das nachfolgende Einmaleins des Dübelns...
 

1. Auf welchem Untergrund wird befestigt?

Art und Beschaffenheit des Untergrundes sind maßgebende Einflussfaktoren für die richtige Wahl des Befestigungssystems. Die am häufigsten verwendeten Baustoffe sind:

Beton: Ist ein künstlicher Stein, der aus einem Zement, Zuschlag, Wasser Gemisch besteht. Er lässt sich in die Gruppen Normal- und Leichtbeton einteilen. Nach DIN 1045 wird Beton mit einem C (Concrete = Beton) und zwei zweistelligen Ziffern bezeichnet. Zum Beispiel C20/25, hier handelt es sich um einen Beton, der bei einem Würfel mit 150mm Kantenlänge, eine Druckfestigkeit von 25 N/mm² aufweist.

Eigenschaften beim Bohren: Er gibt weißes bis graues Mehl – sehr fein. Gerissener / ungerissener Beton: Als Baustoff kann Beton sehr große Druckkräfte, aber nur sehr geringe Zugkräfte aufnehmen. Wird Beispielsweise eine Betondecke belastet, entstehen Spannungen im Beton und die Decke biegt sich durch. Im oberen Bereich entsteht eine Druckzone und im unteren eine Zugzone. Da Beton keine hohen Zugspannungen aufnehmen kann, bricht die Decke auseinander. Um dies zu verhindern, bekommt der Beton Stahleinlagen (sogenannte Bewehrung) welche die Zugspannungen aufnehmen kann. Der Beton überträgt die Druckspannungen im oberen Deckenbereich und der Verbund aus Beton und Bewehrung die Zugspannungen im unteren. Weitere Ursachen für Rissbildung in Beton sind: Eigenlast, Wind- und Nutzlasten, Schwinden des Betons beim Austrocknen, Ausdehnung bei starker Sonneneinstrahlung, Verschiebungen durch Bauwerksabsenkungen, Quellen bei Wasseraufnahme oder eine Überlagerung der genannten Einflüsse.

Vollstein mit dichtem Gefüge / Mauerziegel / Klinker: Ist ein Verbundwerkstoff aus Steinen und Mörtel. Da die Druckfestigkeit des Steines oft mehrmals höher ist als die des Mörtels, sollte eine Verankerung im Stein erfolgen. Die verwendeten Steine haben überwiegend keine Hohlräume und besitzen eine hohe Druckfestigkeit. Ihr Lochflächenanteil beträgt weniger als 15%. Eigenschaften beim Bohren: Liefert das unverwechselbare rote Mehl.

Kalksandvollstein: Ist ein künstlich hergestellter Stein aus einem Kalk-Sand-Wasser Gemisch. Kalksandvollsteine haben eine hohe Druckfestigkeit und eignen sich für innen und Außenwände. Eigenschaften beim Bohren: Kontinuierlicher Bohrfortschritt; weißes, sandiges Bohrmehl Porenbeton (Vollstein mit porigem Gefüge): Haben eine geringe Druckfestigkeit und sehr viele Poren. Für eine optimale Befestigung sind Spezialdübel wie der Porenbetondübel Ytox und der Rahmendübel Fassad Light zu verwenden. Eigenschaften beim Bohren: Ergibt hellgraues, grobkörniges Bohrmehl.

Mauerwerk - Lochstein mit dichtem Gefüge: Bestehen zwar oft aus dem gleichen druckfesten Material wie Vollstein mit dichtem Gefüge, können diesen Druck durch ihre Hohlräume jedoch nicht aufnehmen. Deshalb müssen für die Befestigung Dübel, wie der Bizeps, die diese Hohlräume überwinden können verwendet werden. Typische Lochsteine mit dichtem Gefüge sind z.B. Langlochund Hochlochziegel, Kalksandloch- und Kalksandhohlsteine. Eigenschaften beim Bohren: Spürbare Hohlräume.

Lochstein mit porigem Gefüge (Poroton):
Durch ihre Hohlräume und Poren im Baustoff haben diese Steine eine geringe Druckfestigkeit. Diese geringe Druckfestigkeit macht eine sorgfältige Dübelauswahl erforderlich. Geeignet sind Dübel wie der Fassad oder formschlüssig wirkende Befestigungen wie der Verbundmörtel Liquix Pro 1 und Plus 7.

Wandbauplatten, Gipskarton, Gipsfaserplatten: Sind dünnwandige Platten mit geringen Festigkeiten. Hier werden Hohlraumdübel, wie der Acrobat, die sich hinter der Platte formschlüssig verbinden verwendet. Hierbei ist auch die DIN 18183 zu beachten. Eigenschaften beim Bohren: Hohlraum hinter den Platten; Mehl ist weiß und fein.

Dämmstoffplatten (Polystyrolplatten, Polyurethan-Hartschaumplatten, etc.): Haben eine geringe Druckfestigkeit und sehr viele Poren. Dämmstoffdübel wie der Thermo mit großem Außengewinde sind in diesen Platten ideal für Leichtbefestigungen geeignet.

2. Wo kann die Montage erfolgen?

Damit die anfallenden Lasten sicher vom Dübel in den Untergrund eingeleitet werden können und dieser nicht abplatzt oder reißt, müssen Dübel in bestimmten Abständen von Baustoffkanten den so genannten Randabständen und in bestimmten Abständen untereinander, den Achsabständen, montiert werden. Bei Stahlankern werden diese Abstände in der Regel in den zugehörigen Zulassungen geregelt. Bei Kunststoffdübeln kann als Faustregel von einem Randabstand von 2x hef (hef = Verankerungstiefe) und einem Achsabstand von 4x hef ausgegangen werden.

3. Wie wird gebohrt?

Nachdem der Untergrund festgelegt wurde, können wir uns nun mit dem dazugehörigem Bohrverfahren beschäftigen. Um optimale Haltewerte zu erreichen, müssen Bohrer, die die Prüfmarke der Prüfgemeinschaft Mauerbohrer besitzen, verwendet werden. Für Beton und Mauerwerk gibt es spezielle Stein- oder Mauerwerksbohrer, in Gipskarton empfehlen wir die Verwendung eines Holz- oder Metallbohrers. Außerdem ist das Bohrloch nach dem Bohren gründlich zu reinigen (d.h. Ausbürsten und Ausblasen). Folgende Bohrverfahren werden für die unterschiedlichsten Baustoffe verwendet:
Drehbohren: Bohren mit normaler Bohrmaschine, ohne Schlag in Porenbeton, Lochstein und Wandbauplatten (damit die Baustoffstege nicht ausbrechen und das Bohrloch zu groß wird).
Schlagbohren: Bohren mit Schlagbohrmaschine (leichte Schläge) für Untergründe aus Vollstein mit dichtem Gefüge (Vollziegel, Kalksandvollstein, ...). Hammerbohren: Bohren mit Bohrhammer (harte Schläge, großer Bohrfortschritt), für Bohrungen an die eine hohe Bohrqualität gestellt wird. Geeignet für Untergründe aus Vollstein mit dichtem Gefüge (Beton, Naturstein, etc.).

4. Wie tief muß gebohrt werden?

Die Bohrlochtiefe muss, bis auf wenige Ausnahmen, größer als die Verankerungstiefe sein. Gerade bei Kunststoffdübeln wird der Platz benötigt, um die Schraube aufzunehmen, die grundsätzlich immer aus der Dübelspitze herausschaut. Die richtige Bohrlochtiefe wird beim jeweiligen Produkt angegeben.

5. Muß ich das Bohrloch reinigen?

Die Bohrlochreinigung ist ein wichtiger Faktor bei der Dübelmontage, da durch Bohrmehl im Baustoff die Haltekräfte eines Dübels um mehr als 50% verringert werden können. Bohrmehl wirkt bei reibschlüssigen Dübeln, z.B. dem Spreizdübel Barracuda, wie eine Gleitschicht. Bei stoffschlüssigen Dübeln wie dem Verbundmörtel Liquix Pro 1 und Plus 7, wirkt das Bohrmehl wie eine Trennschicht und verhindert eine feste Verbindung zwischen Verbundmörtel und Verankerungsgrund. Um eine sichere Befestigung auszuführen, ist besonders bei Produkten mit Bauaufsichtlicher Zulassung die Bohrlochreinigung in der jeweiligen Zulassung vorgegeben. Entsprechende Reinigungswerkzeuge finden Sie in unserem Katalog im Bereich Chemie. Auch bei nicht zugelassenen Dübeln empfehlen wir eine gründliche Bohrlochreinigung um hohe Haltewerte zu erreichen. Für eine optimale Reinigung wird ein Mix aus folgenden Anwendungen empfohlen: Ausblasen Ausbürsten

6. Welche Montagearten gibt es?

Bei der Montage von Dübeln wird zwischen drei Montagearten unterschieden:

Vorsteckmontage – der Dübel schließt bündig mit dem Verankerungsgrund ab.

Durchsteckmontage – hier wird der Spreizteil des Dübels durch den Gegenstand in den Verankerungsgrund gesteckt. Der Dübelkopf liegt somit am Anbauteil an und begrenzt zugleich die Einbautiefe.

Abstandsmontage – dient dazu, das zu montierende Bauteil in einem gewissen Abstand vom Verankerungsgrund zu befestigen. Für diese Montage werden meist Metalldübel mit Innengewinde zur Aufnahme von Gewindestangen mit Kontermutter oder spezielle Systeme wie der Thermo Proof verwendet. Die für die Montage erforderlichen Schraubenantriebe finden Sie auf der jeweiligen Produktseite. Pozidriv (PZ) Torx (TX) Sechskant (SW) (Übersicht Schraubenantrieb) Die Bohrlochtiefe muss, bis auf wenige Ausnahmen, größer als die Verankerungstiefe sein. Gerade bei Kunststoffdübeln wird der Platz benötigt, um die Schraube aufzunehmen, die grundsätzlich immer aus der Dübelspitze herausschaut. Die richtige Bohrlochtiefe wird beim jeweiligen Produkt angegeben.

7. Wie wirkt ein Dübel?

Damit die unterschiedlichen Kräfte, welche auf den Dübel einwirken, sicher in den Untergrund weitergeleitet werden können, werden verschiedene Tragmechanismen ausgenutzt. Reibschluss: Hier wird der Spreizteil des Dübels gegen die Bohrlochwand gepresst. Formschluss: Hier passt sich die Dübelgeometrie der Form des Untergrundes bzw. des Bohrloches an. Stoffschluss: Hier wird der Dübel mittels eines Mörtels mit dem Untergrund verbunden.

8. Welche Arten von Dübel gibt es?

Um bei Kunststoffdübeln die höchsten Haltewerte zu erhalten wird eine Schraube mit größtmöglichem Kerndurchmesser verwendet. Im Allgemeinen sind die Kerndurchmesser bei Holzschrauben größer als bei Spanplattenschrauben. Kunststoffdübel werden in 3 Kategorien unterteilt: Spreizdübel (z.B. Barracuda) sind für Beton und Vollsteine geeignet und spreizen sich im Baustoff. Spreizzone 1 Allzweckdübel (z.B. Tri) sind für fast alle Baustoffe geeignet. In Beton und Vollstein spreizen Sie sich. In Lochsteinen und Wandbauplatten wirken Sie durch Verknotung. Um die Verknotung zu ermöglichen, besitzen Allzweckdübel eine Dübelmutter. Mutterbereich Mehrzonen Spreizdübel (z.B. Bizeps) bestehen aus zwei 2-fach geteilten Spreizkörpern, die um 90° zueinander versetzt sind. Hierdurch sind sie speziell für Leichthochlochziegel geeignet können aber auch in Vollsteinen ohne Probleme verwendet werden.

Daneben gibt es eine Reihe von Spezialdübel, wie z.B. der Dämmstoffdübel STYROFIX, der speziell für Dämmstoffe, Stypropor geeignet ist.

9. Benötige ich zugelassene Dübel?

Um dies Frage zu beantworten müssen Sie sich folgende Fragen stellen: Kann eine Person zu Schaden kommen, wenn die Befestigung versagt? Ist beim Versagen der Befestigung mit einem hohen wirtschaftlichen Schaden zu rechnen? Wird eine Zulassung des Dübels in der Ausschreibung o.ä. gefordert? Wenn Sie eine oder mehrere der Fragen mit ja beantwortet haben, müssen bauaufsichtlich zugelassene Dübel verwendet werden.

Eine Dübel und Bolzenanker haben ETA-Zulassung. Dies ist ein anerkannter technischer Nachweis, dass europäische baurechtliche Anforderungen eines Produktes erfüllt werden und verbürgt unabhängig geprüfte Produkteigenschaften.

Unser Motto ist: Der Online Shop mit Beratung. Haben Sie ein Befestigungsproblem. Wir lösen es gerne. Schicken Sie uns eine email mit ihrem Befestigungsproblem oder rufen Sie uns einfach an. Wir unterbreiten Ihnen gerne Vorschläge, wie sie ihr Befestigungsproblem lösen können. Wir sagen Ihnen, wie Sie die Befestigung am besten vornehmen können. Wir haben jahrelange Erfahrung und können Ihnen professionelle Hilfe anbíeten. Wir freuen uns auf ihre Kontaktaufnahme!

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